Die kleine blaue Pille sollte eigentlich den Blutdruck senken, erfüllte diese Hoffnungen aber nicht - im Gegenteil. Dafür revolutionierte Viagra Generika die Behandlung der männlichen Erektionsstörung und sorgte für einen offeneren Umgang mit dem Tabuthema Impotenz. Das Pharmaunternehmen Pfizer bringt Viagra seit 1998 auf den Markt. Das Arzneimittel mit dem hochwirksamen Inhaltsstoff Sildenafil findet Anwendung bei erektiler Dysfunktion. Auch bei Erektionsstörungen, denen schwere körperliche Erkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose oder Nierenerkrankungen zugrunde liegen, wird Viagra Generika mit Erfolg eingesetzt. Die Wirkung von Viagra tritt nach 30 bis 60 Minuten ein und hält über vier bis fünf Stunden an. Der Penis kann nur erigieren, wenn das Blut schnell in die Schwellkörper einströmen kann. Das wird möglich, wenn die umliegende Muskulatur erschlafft und die Arterien sich vergrößern können.
Bei der Erektion wird eine ganze Reihe von Prozessen aktiviert. Der Schwellkörper setzt während der sexuellen Stimulation Stickstoffmonoxid frei. Dieser Botenstoff aktiviert das Enzym Guanylatzyklase, welcher die Ausschüttung von cyclischen Guanosinmonophosphat (cGMP) erhöht. Das cGMP führt zu einer leichten Muskelentspannung im Schwellkörper, die Arterien können sich ausdehnen und das Blut kann in die Schwellkörper einschießen und so eine Erektion herbeiführen. Für den Abbau des cGMP und damit das Nachlassen der Erektion ist ein weiteres Enzym zuständig: das Phosphodiesterase-5 (PDE-5). Der Wirkstoff Sildenafil in Viagra Generika verhindert die Aufspaltung des cGMP, indem es das PDE-5 blockt. Das Ergebnis ist eine Erhöhung des cGMP-Spiegels in den Schwellkörpern und eine daraus resultierende verstärkte und verlängerte Erektion.
Durch diesen festgelegten Ablauf wirkt Viagra Generika nur bei sexuell erregten Männern. Ohne Stimulation findet auch mit Viagra keine Erektion statt. Die Wirkweise von Sildenafil hat sich nicht nur bei der Behandlung von Erektionsstörungen bewährt, sondern ist auch hilfreich gegen eine Vielzahl weiterer Erkrankungen.
Fettreiche Nahrungsmittel können den Wirkeintritt von Sildenafil verzögern oder abschwächen. Zu den Nebenwirkungen von Viagra gehören Kopfschmerzen, Hautrötungen mit Hitzegefühl, Verdauungsstörungen und Schnupfen. Diese Nebenwirkungen können auftreten, müssen es aber nicht. Gelegentlich wird auch von Schwindel oder Sehstörungen berichtet. Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen oder Leberschäden dürfen keine PDE-5-Hemmer verwenden. Nitrathaltige Medikamente dürfen nicht zusammen mit dem Wirkstoff Sildenafil eingenommen werden. Teilweise können auch AIDS-Medikamente negativ durch Viagra beeinflusst werden. Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Ohne ärztlichen Rat und Verordnung sollte Viagra Generika nicht verwendet werden. Bei Beobachtung von Nebenwirkungen oder Allergien ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.